Als Rentner privat krankenversichert?

Die private Krankenversicherung bietet gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung einige Vorteile. So werden – je nach gewähltem Tarif – besondere Untersuchungen und Heilmethoden übernommen. Des Weiteren können Sie als privat Versicherter ein Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus verlangen oder erhalten schneller einen Termin beim Facharzt. All diese Vorzüge genießt man in jedem Lebensalter, besonders jedoch als Rentner. Schließlich kommen mit den Jahren immer mehr Krankheiten an die Oberfläche. Dann ist eine wirksame Heilmethode besonders wichtig.  Ebenfalls sollte man als Rentner nicht zu lange auf wichtige Untersuchungen warten müssen, denn manchmal spielt die Zeit hier eine sehr große Rolle. Aus diesem Grund sollte jeder privat Versicherte darauf achten, dass er auch als Rentner noch in der privaten Krankenversicherung bleiben kann. Doch leider könnte sich der Beitrag im Alter so erhöhen, dass es finanziell ein Problem werden könnte. Es gibt hier jedoch ein paar Möglichkeiten, um trotz niedriger Rente in der privaten Krankenversicherung bleiben zu können.

 

Erhöhter Beitrag könnte sich lohnen

Die Beiträge für die private Krankenversicherung steigen mit dem Alter stetig an. Aus diesem Grund wird immer geraten, möglichst jung in eine private Krankenversicherung zu wechseln, denn bei einem jungen Eintrittsalter sind die Kosten noch relativ gering, was zu Beginn des Rentenlebens zu einem akzeptablen Beitrag führt: Je geringer die Beitragskosten beim Einstieg in die private Krankenversicherung, umso niedriger sind diese beim Eintritt in die Rente. Zum Glück erhöht sich ab der Rente der Beitrag normalerweise nicht mehr, da jede Krankenversicherung von Ihren gezahlten Beiträgen Rücklagen bildet, die dann im Alter verwendet werden. Diese Rücklagen sind im Übrigen der Grund für die laufenden Erhöhungen der Beiträge. Nur so geraten Sie in den Genuss, auch als Rentner alle Vorteil einer privaten Krankenversicherung erhalten zu können. Wie hoch die Beiträge als Rentner werden könnten, erfahren Sie über einen PKV Rechner – pkvrechneranonym.de

 

In den Basistarif wechseln

Sollten Sie als Rentner eine solch niedrige Rente erhalten, dass Sie sich die Versicherungsbeiträge nicht mehr leisten können, dann können Sie immer noch in den Basistarif wechseln. Dieser ist mit wesentlich niedrigeren Beiträgen verbunden, jedoch auch mit weniger Leistungen. Sie erhalten dann nur noch die Leistungen, die auch eine gesetzliche Krankenversicherung übernimmt. Ihr Vorteil besteht dann darin, dass Sie bei der gewohnten Versicherungsgesellschaft bleiben können. Theoretisch könnten Sie noch zusätzliche private Krankenversicherungen abschließen und zwar für den Bereich, den Sie am dringendsten benötigen. Sie können unter verschiedenen Versicherungen wählen: Übernahme von Sehhilfen, Zahnersatz, Übernahme von Heilmitteln, eine Reiseversicherung usw. Ob sich dieses Vorgehen lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Endeffekt handelt es sich hier um eine Rechensache. Sie müssten Ihren bisherigen Tarif in der privaten Krankenversicherung betrachten und dessen Kosten mit den darin enthaltenen Leistungen vergleichen. Dann berechnen Sie Ihre Kosten, wenn Sie in den Basistarif wechseln und eine zusätzliche Versicherung wählen. Sie könnten sich dann entweder für den günstigeren Fall entscheiden oder die erhöhten Leistungen wählen.

Tipp: Besonders im Rentenalter sind umfassende Leistungen im Gesundheitsbereich wichtig. Daher lohnt es sich immer, Ersparnisse für diese Situation anzulegen. Dann könnten Sie bei Ihrem bisherigen Tarif bleiben und viele Leistungen genießen.